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Produziert für:

Credits:

Host: Nina Poppel
Autorin: Sophie Hilbert
Audiobearbeitung: Joachim Leyh
Redaktion MDR: Carsten Heller, Matthias Winkelmann

Creative Producer: Alena Figueroa
Artwork & Social Media: Hannes Krüger
Produzent*innen: Roxana Hennig, Gunnar Dedio

Über das Projekt:

Wie konnte Sahra Wagenknecht zu einer der streitbarsten politischen Stimmen Deutschlands werden? Und wer ist der Mensch hinter dem Phänomen Sahra Wagenknecht? Antworten auf diese Fragen liefert der fünfteilige Doku-Podcast „Sahra Wagenknecht“.

Host des Podcasts ist Nina Poppel. Die Journalistin berichtet schwerpunktmäßig über Politik und betreibt auf Instagram und TikTok den Kanal „nini_erklaert_politik“. Dort folgen ihr rund 300.000 Menschen.

Eine Produktion der LOOKS Media GmbH für MDR AKTUELL

Folgen:

Die Außenseiterin (1/5)

Sahra Wagenknecht hat keine einfache und behütete Kindheit, was sie bis heute prägt. Am 16. Juli 1969 in Jena als Tochter einer Ostdeutschen und eines Iraners geboren, erlebt sie früh den Verlust ihres Vaters, der in den Iran zurückkehrt. Zahlreiche Umzüge, Schulwechsel und ihr andersartiges Aussehen machen sie oft zur Außenseiterin. „Das hat wehgetan“, sagt sie rückblickend. Doch schon damals zieht sie daraus ihre Schlüsse – Eigenschaften, die bis heute ihre politische Arbeit prägen.

Die Parteirebellin (2/5)

Nach der Wende steigt Sahra Wagenknecht in der PDS schnell auf und zieht durch eine Kampfkandidatur in den Parteivorstand ein. Ein umstrittener Artikel bringt ihr jedoch den Ruf einer Stalinistin ein und führt zu einem Ultimatum von Gregor Gysi: Sie oder ich!

Schon damals gilt Wagenknecht als konservativ innerhalb der PDS und übernimmt oft die Rolle der innerparteilichen Opposition. Konflikte – nach innen und außen – prägen ihren Stil ebenso wie ihre scharfe Kampfrhetorik, die sie bis heute auszeichnet.

Der Medienstar (3/5)

In den 2000er Jahren verändert Sahra Wagenknecht ihr Image grundlegend. Die Medien reißen sich um sie, sie wird mit Rosa Luxemburg verglichen, und sie steigt in den Parteivorstand der Linken auf. Dabei distanziert sie sich von ihrer DDR-Vergangenheit und befürwortet eine mögliche Mitte-Links-Regierung. Privat sorgt ihre Ehe mit Oskar Lafontaine, dem ehemaligen SPD-Vorsitzenden und Bundesfinanzminister, für Schlagzeilen. In Interviews und Fotoshootings zeigt sie sich ungewohnt persönlich. Doch was steckt hinter diesem Wandel, und welchen Einfluss hat Lafontaine auf ihre Entwicklung?

Die Radikale (4/5)

Sahra Wagenknechts Karriere in der Linkspartei ist geprägt von ständigen Konflikten und kontroversen Positionen. Besonders während der Flüchtlingskrise 2015/2016 sorgt sie mit Aussagen gegen offene Grenzen für Aufsehen. Ihre Kritik an der Zuwanderung wird von Parteigenossen als gefährliche Nähe zur AfD interpretiert. Der Bruch wird 2016 beim Magdeburger Parteitag sichtbar, als Wagenknecht mit einer Torte beworfen wird. Trotz Versuchen, sich zu versöhnen, bleibt die Entfremdung bestehen. Wagenknechts Auftritte in Medien und die gescheiterte Sammlungsbewegung „Aufstehen“ verstärken die Spaltung, die sich in der Linkspartei abzeichnet. Ein neues Projekt steht bereits in den Startlöchern.

Die Anführerin (5/5)

2020 kehrt Sahra Wagenknecht nach einem Burnout ins Rampenlicht zurück, während die Entfremdung zur Linkspartei weiter wächst. Ihre umstrittenen Positionen während der Corona-Pandemie und ihr Buch, eine Abrechnung mit der Partei, spielen dabei eine zentrale Rolle. 2023 wird deutlich, dass sie mit einer eigenen Partei liebäugelt. 2024 gründet sie das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW), das linke sowie konservative Positionen vertritt. Wagenknecht selbst lehnt veraltete politische Kategorien ab. Sie bleibt die unumstrittene Anführerin des BSW und strebt nach den nächsten Wahlen eine Regierungsbeteiligung an.