Hosts: u.a. Lydia Benecke
Autor*innen: u.a. Riley Dedio, Paula Willert
Kamera: u.a. Daniel Laudowicz, Frank Reichert-Facilides
Schnitt: u.a. Daniel Laudowicz, Riley Dedio, Hannes Krüger
Grafik: Pauline Branke
Redaktion ARD: u.a. Sabine Harder (SWR), Achim Schöbel (MDR), Jacqueline Paus (hr)
Creative Producer: Paula Willert
Produktionsleitung: Anne Tiede
Social Media Manager: Hannes Krüger
Recherche: Lukas Horn, Christoph Schubert, Sophia Bodlak, Nele Schuchert
Produzent*in: Roxana Hennig, Gunnar Dedio
Der Fall ist das Gesellschafts-Crime-Format. Journalistisch-investigativ berichten unsere Hosts aus Gerichtssälen und von Tatorten. Dabei geht es nicht nur um das besondere Motiv für eine Tat. Der Fall fragt nach unseren gesellschaftlichen Realitäten: Warum gibt es immer noch eine gefühlte Mitschuld an einem Verbrechen? Warum müssen so oft die Opfer weichen und nicht die Täter*innen?
Eine Produktion der LOOKS Media GmbH für die ARD. In Zusammenarbeit mit SWR, MDR und hr.
Bis April 2025 war Der Fall eine Produktion für funk. In Zusammenarbeit mit frontal.
Am 31. Mai 1991 verschwindet der zehnjährige Denny D. aus Leipzig, nachdem er am frühen Abend noch kurz im Hof spielen wollte. Zwei Tage später wird seine Leiche gefunden – nur wenige Meter von dem Ort entfernt, an dem Nachbarskinder zuvor eine seltsame Beobachtung gemacht hatten. Die Polizei sucht monatelang nach einem unbekannten Täter, doch ohne Erfolg. Erst nach dem Verschwinden eines weiteren Jungen rückt ein 14-Jähriger in den Fokus: Marco F. – der selbst Opfer sexueller Gewalt geworden ist, soll die beiden Jungen vergewaltigt und ermordet haben.
Doch damit nicht genug. Immer mehr Fälle sexuellen Missbrauchs kommen ans Tageslicht. Was trieb einen 14-Jährigen zu solchen Taten – und wie konnte er so lange unentdeckt bleiben?
28. August 1984: Die 18-jährige Elisabeth verschwindet. Ihr Vater, Josef Fritzl, erzählt der Polizei seiner Ehefrau, dass Elisabeth weggelaufen sei und sich einer Sekte angeschlossen habe. Bestärkt werden soll die Lüge durch einen handgeschriebenen Brief seiner Tochter. Jedoch ahnt niemand, dass Josef Fritzl seine Tochter im Keller unter dem eigenen Wohnhaus eingesperrt hat und über 24 Jahre in einem extra gebauten Kellerverlies gefangen hält – ohne Zugang zu Tageslicht und frischer Luft. Dort vergewaltigt er seine eigene Tochter über 3.000 Mal und zeugt mit ihr insgesamt sieben Kinder, wobei eines wenige Tage nach der Geburt stirbt.
Wie konnte so eine schreckliche Tat geschehen? Und wie ist es möglich, dass angeblich niemand aus dem Umfeld Verdacht schöpft?
In Fritzlar, einer Kleinstadt in der Nähe von Kassel arbeitet Meike S. u.a. als Assistenzärztin der Anästhesie am Hospital zum Heiligen Geist. Bei etwa 500 Operationen leitet sie die Narkose ein und überwacht diese. Nach eigenen Angaben wurde sie für ihre Arbeit gelobt. Dabei hat Meike S. nie ein Medizinstudium abgeschlossen und ihre Approbationsurkunde stellt sich später als gefälscht heraus. Am 25. Mai 2022 wird sie zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe für drei Morde, zehn versuchte Morde und gefährliche Körperverletzung in drei Fällen verurteilt. Die Verteidiger haben Revision eingelegt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, jetzt befasst sich der Bundesgerichtshof damit.
Jana* wird von Marius* ungewollt schwanger. Nach anfänglicher Unsicherheit will Jana das Kind behalten und entscheidet sich für die Schwangerschaft. Marius will das Kind auf keinen Fall bekommen. Er führt einen Schwangerschaftsabbruch ohne Janas Wissen und ohne ihre Zustimmung herbei, indem er ihr eine Nachspeise zu essen gibt, die er mit einem Abtreibungsmittel versetzt hat. Jana muss notoperiert werden und verliert den Fötus. Ziemlich schnell fällt der Verdacht auf Marius, der die Tat gesteht und sich danach vor Gericht für seine Tat verantworten muss.
Marius Tat ist ein Extremfall. Aber vor der Frage, wie sie mit einer ungeplanten Schwangerschaft umgehen, stehen in Deutschland viele potenzielle Eltern. Rein rechtlich gesehen ist die Antwort darauf klar: Allein die Frau entscheidet. Aber was bedeutet das für den Mann? Sollten Mann und Frau gleichberechtigt über eine Schwangerschaft bestimmen können?
*Namen geändert
Von 2013 bis 2018 gibt sich David G. unter diversen Alias als wissenschaftlicher Mitarbeiter von verschiedenen Universitäten aus. Über Jobportale schreibt er junge Frauen und Mädchen an, die auf der Suche nach Nebenjobs sind und gibt an, eine Schmerztherapie-Studie durchführen zu wollen und dafür Teilnehmende zu suchen. Für die Teilnahme stellt David G. Aufwandsentschädigungen von bis zu 1.500 € in Aussicht. Dafür sollen die Frauen einen „Vortest“ bestehen, bei dem sie sich mit einer selbstgebauten Apparatur Elektroschocks mit potenziell tödlichem Haushaltsstrom verpassen.
Aber: Wie konnte David G. die Frauen so stark manipulieren und wie kann jemand zum Täter werden, obwohl er nicht vor Ort war?
LOOKS Media GmbH ©2024